God bless Fashion

29 . 11 . 13

Die Modewelt scheint im Moment sehr auf den Segen Gottes zu hoffen. Für verschiedene Häuser, darunter auch ein Berliner Label, dienten Kathedralen, Alte Gemälde und Mosaike aus Kirchen als Inspirationsquelle für ihre Kollektionen. In den Deteils spiegelt sich die Handwerkskunst der alten gottesfürchtigen Zeit wieder und lässt sie durch moderne Schnitte in neuem Glanz erstrahlen.

Domenico Dolce und Stefano Gabbana ließen sich für ihre Herbst/Winter 13/14 Kollektion für DOLCE & GABBANA von den Mosaiken und Fresken der Kathedrale von Monreale auf Sizillien inspirieren. Sie zeigten katholische Motive, Ikonen und Heilige zum Beispiel auf Kleidern in Midilänge in Kombination mit mit Fesselverschluss ausgestatteten Heels. 

Der Vergleich der Kathedrale mit den Deteils der Kollektion macht deutlich wie stark sich die beiden Designer ihrer Inspiration bedienten. Sie arbeiteten die Mosaike in Taschen und sogar Schuhen ein und katapultierten damit die alte Kunsthandwerkskunst der byzantinischen Zeit in die Moderne.


Neben den Midikleidern sahen wir viele A-Linien. Die A-Linie liegt gerade sehr im Trend und wirkt stets sehr feminin. Die Teile waren aus Brokatstoff, der die Goldverzierungen der Kathedrale aufgreift, hergestellt und oft mit auffälligen Paietten-, Perlen- oder Kristallelementen bestückt die in Mosaikform angeordnet waren.

Auch wenn der größte Teil der Kollektion nur so glänzte und glitzerte und mit Farben wie Purpur und Himmelblau gespickt war, gab es auch ein paar Looks in einfachem Schwarz-Weiß. Für DOLCE & GABBANA typisch waren diese in eleganter Spitze gehalten. Der Bezug zur Katholischen Kirche wurde bei diesen Outfits mit Kreuzelementen, etwa an Ketten oder Gürteln, oder in Form von kleinen byzantinischen Kronen hergestellt.

Der Schmuck der Kollektion war von Kreuzen und Kristallen bestimmt. Wer sich selbst ein bischen "Christenchic" nach Hause holen will und dafür so wenig Geld wie möglich ausgeben will; schaut mal hier oder hier vorbei.


Ein weiteres Haus das sich die Kirche als Inspirationsquelle für die Winterkolektion nahm ist ALEXANDER McQUEEN. Sahra Burton bediente sich bei Elementen der "High Church" oder zu deutsch des Anglo-Katholizismus. Dies war eine Bewegung die Mitte des 19. JH in England zur Rückbesinnung zur katholischen Kirche aufrief. 

Die High Church bezog sich visuell sehr auf die Gotik und man erkennt in Sahra Burtons Stickereien  den Bezug auf das Deckengewölbe einer Kathedrale.


Auch Deckengemälde inspirierten die ALEXANDER McQUEEN Kollektion. Wir sehen ganz deutlich die Formen und Farben einer prächtigen Kathedrale. Die weiten Ärmel und voluminösen Gewänder lassen das Thema sehr offensichtlich erahnen.

Und auch hier sollte man sich die aufwändigen Goldstickerein anschauen. Denn gerade in den Details dieser Kollektion wird die Inspirationsquelle Burtons ganz klar deutlich.


Doch auch ein Berliner Label widmete sich dem Christetum. Die Rede ist von AUGUSTIN TEBOUL, das eines meiner Lieblingslabel aus Berlin ist. Für S/S 14 nahmen sie sich das Pilgern zum Thema und zeigten für sie typisch aufwändig gearbeitete Spitze, edles Leder und andere hochwertige Materialien. Den ganzen Artikel zur Kollektion findet ihr hier.



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